Ultraschall-Reinigungstechnologie

ipros

Industrie-Produkte-Service GmbH

Teutoburger Str. 20
D-58636 Iserlohn

Tel.+49 (0) 2371 - 7793 - 0
Fax.+49 (0) 2371 - 7793 - 11

ipros@ipros.de
Ansprechpartner

Einführung in die Ultraschall-Reinigungstechnologie

Das Prinzip der Ultraschallreinigung beruht auf dem Einbringen von hochenergetischen Schallwellen in ein flüssiges Reinigungsmedium, von dem das Reinigungsgut vollständig umgeben wird. Zumeist dient Wasser mit Reinigungschemie als Medium

Aufbau

Ein Ultraschallreinigungssystem besteht aus einer Edelstahlwanne an der die Ultraschallwandler direkt montiert oder in gekapselten Systemen eingetaucht werden.

Generator

Mittels eines Generators, der die Netzspannung in die entsprechende Ultraschallfrequenz und Ausgangsspannung wandelt, wird über eine elektrische Verbindungsleitung der Ultraschallwandler angesteuert.

Ultraschallwandler

Ein Ultraschallwandler enthält je nach Leistung eine Vielzahl von Wandler-Elementen, die parallel geschaltet sind. Dieser Verbund von Elementen setzt die elektrischen Schwingungen durch piezokeramische Scheiben in mechanischen Schwingungen um.

Edelstahlmembrane

Diese Schwingungen werden durch Koppelteile auf eine Edelstahlmembrane übertragen. Durch die Auslenkung der Membranoberfläche wird das Medium in Schwingung versetzt und darin ein homogenes Schallfeld erzeugt.

Schallfeld

In diesem Schallfeld treten starke Zug- und Druckphasen auf. Das Reinigungsmedium wird dadurch zur Dampfblasenbildung (Bild) angeregt. Bei Rücknahme der Zugkraft und Übergang in die Druckphasen implodieren diese Blasen.Dieses Phänomen wird Kavitation genannt. Dabei treten Druckspitzen bis 1000 bar und Temperaturen bis 5500º C auf. Durch die Kavitation werden die Schmutzpartikel abgesprengt und gehen in die Reinigungsflüssigkeit über.

Schon bei Ultraschall-Intensitäten ab ca. 1 W/cm2; sind die Zugkräfte grösser als die Zerreissfestigkeit einer Flüssigkeit, die theoretisch bei ca. 1000 N/cm2; liegt. Durch Verunreinigungen (unlösliche Staubpartikel, Gasspuren) liegen sie meist bei ca. 10 N/cm2;.
Bei 1.8 bar Schallwechseldruck treten ca. 18 N/cm2; Zugkräfte auf.
Dieser Unterdruck führt zur Bildung von mikroskopisch kleinen Hohlräumen, Kavitationsbläschen (Staub- und Schmutzpartikel wirken als Keime!) die sich mit Luft (nicht entgast) und / oder mit Flüssigkeitsdampf füllen und dann unter Einwirkung des äusseren Drucks zusammenfallen (implodieren).

Kavitationsblase beim Implodieren

Um die Kavitationsblasen herum entstehen durch das knallartige Implodieren   Druckwellen, hohe örtliche Drücke, starke Turbulenzen und Strömungen in der   Flüssigkeit, die diejenigen des primären Ultraschall-Feldes um den Faktor 1000   übertreffen können. Diese Erscheinungen sind die eigentlichen Kriterien, die zum   Ablösen der Schmutzpartikel aus einer Warenoberfläche führen. Kavitationsblasen   entstehen vorwiegend an den Grenzflächen zwischen Flüssigkeit und Reinigungsgut.   Also genau dort, wo sie zur Reinigung erwünscht sind.  Dieser physikalische   Vorgang ist z.B. auch negativ bei Schiffsschrauben bekannt, wo die Kavitation   die Oberfläche zerstört.

Kavitation bewirkt die Reinigung

Die Kavitation ist die Hauptursache für die Reinigungswirkung im niederfrequenten Ultraschall-Reinigungsbereich. Ihr Reinigungseffekt ist vergleichbar mit dem Angriff unzähliger Mikrobürsten in jedem Flüssigkeits-Volumenelement. Gerade kleinste und schwer zugängliche Problemstellen (Bohrlöcher, Hinterschneidungen) werden vorteilhaft erreicht.
Neben Staub- und Schmutzpartikeln wirken auch andere «Fehlstellen» in der Flüssigkeit als Kavitationskeime: raue und oft verschmutzte Oberflächen (Grenzflächen) eingetauchter Teile. Von diesen Kontaktflächen werden Schmutzteilchen regelrecht abgesprengt und suspendieren in die Flüssigkeit. Die Kavitationseffektivität wird von vielen Parametern beeinflusst. Sie hängt u.a. vom äusseren Druck, von der Temperatur, der Schallfrequenz, der Viskosität der Flüssigkeit und von der zu reinigenden Oberfläche ab.

Die 2 Arten von Kavitation:

  • Dampfkavitation: (echte oder harte Kavitation)
    • Meist sind in Flüssigkeiten grössere Mengen Luft gelöst, oder als nicht sichtbare Bläschen suspendiert (< 0.1 mm). In der Sogphase vergrössern sie sich (Zeit bei 25 kHz – 10 μs), steigen sichtbar auf (Auftrieb).
  • Dampfkavitation: (echte oder harte Kavitation)
    • Nur bei völlig entgasten und gereinigten Flüssigkeiten füllen sich die Hohlräume ausschließlich mit Dampf. In der Druckphase schlagen diese Bläschen verzögert wieder zusammen und es können dadurch lokal (μm-Bereiche) sehr hohe Druckspitzen (bis 1000 bar) und Temperaturen (5500º C) auftreten!

Kavitation in Abhängigkeit von den Frequenzen

Tiefe Frequenzen, für grobe Verschmutzung

Tiefe Frequenzen

Hohe Frequenzen, für kleinste Bohrungen und filigrane Strukturen

Hohe Frequenzen

 
 

Qualitätsmerkmale

  • TÜV Profi CERT ISO 90001

    Qualitätmanagement

  • FDM

    Mitglied im Fachverband des Deutschen Maschinen- und Werkzeug- Groß­handels e.V

  • Mitglied S-IHK Mitglied

    Mitglied der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen

  • CE

    CE geprüfte Maschinen